Posts mit dem Label Gebäude werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gebäude werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 23. Februar 2018

Dunlop Brücke für die Carrerabahn in 1:32 selber basteln

Liebe Slotcarfreunde und Modellbauer,

auf einer richtigen Carrerabahn darf natürlich die Dunlop Brücke nicht fehlen.
So auch bei mir- auch wenn ich kaum noch Platz auf der Platte hatte, habe ich es mir nicht nehmen lassen, die Brücke in einer Kurve zu platzieren.

Bei der Suche nach Vorlagen habe ich viel zu oft die einfallslosen Brückenvorlagen oder Plastikbrücken von Scalextric und Co gesehen. Bis ich durch Zufall auf diese Hammergeile H0 Rennstrecke gestoßen bin.

Der entscheidende Punkt war für mich, eine Vorlage für den Bogen zu bekommen und nicht ewig selber designen zu müssen. Also schrieb ich den Inhaber der Seite an und er war so nett mir die H0 Vorlage als Vectoring Grafik zu überlassen. Diese konnte ich leicht auf 1:32 vergrößern, ausdrucken und als Grundlage für meine Basteleien nutzen. Vielen Dank dafür!

Der Rest ist einfach per Fotoprotokoll erklärt.

Reifenausdruck auf Depron geklebt

Fensterrahmen aus Kaminhölzern


Fensterrahmen aus Kaminhölzern - Fenster aus Inkjet Transparentfolien. Hier schon der beleuchtete Endzustand


Treppenaufgänge und Übergang Queransicht


Detailansicht Treppenstufen

Den Reifen habe ich mittels Wasserfarbe gealtert:

Vorher

Nachher

Und ganz zum Schluss noch eine LED Beleuchtung unter ein Depronstück zwischen dem Reifen, ein paar Figuren als Deko runden das Ganze ab.

Von Oben

Das war ein leicht zu realisierendes Bauwerk und in meinen Augen viiiiiieeeel schöner als das käufliche Zubehör.

Mittwoch, 14. Februar 2018

Historische Anzeigentafel - Rundenanzeige und Zeitmessung mit moderner Displaytechnik

Liebe Modellbauer,

schon die ganze Zeit suchte ich nach einer schönen Zeitmessung und Rundenanzeige für meine Carrera Bahn. Jetzt habe ich endlich meine Lösung gefunden. Ich denke, dass sich das hier vorgestellte Prinzip auch auf andere Themen übertragen lässt, sei es für H0 Eisebahner, LGB Lokführer, 1:24 Carrera Fahrer, Schiffsmodellbauer, Kinoleinwandbetreiber usw. usw.

Die Grundanforderung ist, eine Anzeigentafel in einem Gebäude oder in der Landschaft zu installieren.

In meinem speziellen Fall wollte ich die historische Anzeige im Dunlop Turms des Nürburgring zum Leben erwecken. Angefangen habe ich dort mit einer Papierdarstellung der Anzeige. Es handelt sich um eine typische Stadionanzeige, bei der die Zahlen und Schriften aus Leuchtpunkten bestehen. So etwas elektronisch nachzubauen, ist zwar möglich- allerdings ist man doch arg limitiert vom Zeitaufwand, know how und den Kosten. Nach einigem hin- und her habe ich mich dann für folgende Variante entschieden:

Den Einbau eines 5 Zoll Digitaldisplay mit HDMI Anschluss in den Dunlop Turm.

Diese Entscheidung dauerte am längsten, denn es gab abzuwägen zwischen:

- Preisgünstigen Farbdisplay ohne komfortablen Anschluss
- reinen Raspberry Pi Lösungen
- Rückfahrkameradisplay aus dem KFZ Bereich
- Standalonemonitoren
- Tablet auf Android IOS Basis

Zudem war ich bereits auf Betriebssystem und Software festgelegt, auch diese galt es zu bedenken. Bei Carrera hat sich für die Zeitmessung als Betriebssystem Windows durchgesetzt und die Software ist überschaubar. Da ich auch noch den Bildschirm selber gestalten wollte, blieben schlussendlich nur zwei Softwarelösungen übrig. Slotraser und Cockpit. Für andere Modellbauzweige gibt es eventuell Linus Lösungen, Rasberry, Android oder oder oder.

Ich habe mir alles angesehen und jede Lösung hatte irgendwie einen Pferdefuß.
Bei den reinen Raspberry PI Lösungen konnte ich in den technischen Datenblättern nie erkenne, ob das TEil auch auf Windows funktioniert. Die Rückfahrkamerabildschirme hatte nur Videocinch Eingang. Der Standalonemonitor waren zu klobig und teuer
Tablet auf Android IOS Basis und Bildschirmduplizierung mittelts Software vom PC müsste mit entsprechender Treiber Simulation funktionieren - allerdings bezweifle ich Performance und befürchtete riesiges Installationsgefummel...also bin ich schlussendlich bei folgender Auswahl hängengeblieben:

Ein 5 Zoll Display mit integriertem HDMI Anschluss. Dieses hat den Vorteil, dass das reine Display gut im Turm zu verbauen ist, die Stromversorgung läuft sorglos über ein kleines Steckernetzteil mit 500mA oder USB Anschluss an PC. Der HDMI Anschluss sorgt dafür, dass der Bildschirm problemlos vom PC/LAptop erkannt wird und als zweiter Bildschirm verwendet werden kann. Das Teil gibt es auch von anderen Firmen und teilweise 10 Euro preiswerter, ich habe mich allerdings für dieses entschieden, da zu einen die Bewertungen in Ordnung waren und zum anderen sehr genau spezifiziert ist, ob der Bildschirm für Windows oder Raspberry Pi geeignet ist. Den Bildschirm gibt es auch in anderen Größen, Ihr müsst bei der Variante aber darauf achten, dass Ihr die Windows Version erwischt.




Den Einbau brauch ich nicht groß beschreiben, dass Display wurde einfach in der Öffnung platziert und mit ein paar Streifen Depron fixiert. War halt ne fummelige Angelegenheit bis das Ding einigermaßen saß...

Nachdem dies geschafft war, kam der spannende Teil:

Anschluss am Laptop, erster Versuch und zack: Funktioniert, Bildschirm erkannt! Da war ich baff- hatte mich auf Treibersuche und ruminstalliererei eingestellt.

Nun denn, als nächsten Schritt galt es, den Bildschirm als zweiten Bildschirm in Cockpit XP anzulegen. Auch dies funktioniert soweit ganz gut. Und als letztes die Königsdisziplin. Den Bildschirm so zu gestalten, dass er wie die Anzeigetafel im Nürburgring aussieht. Und da ging das Elend los. Erstmal in Cockpit einarbeiten, dann die Schriftarten suchen (Renault TOT für den Dunlop Schriftzug und LED Counter für die Zahlen) und zu guter letzt Feintuning. Zeilenposition, Variablen, HTM Farbcodes usw usw. Hat mich 6 Stunden  meines Lebens gekostet aber jetzt läuft er. Und das schöne ist ja, dass ich den Bildschirm nach belieben justieren kann und auch andere Zeiten möglich sind.


So sieht das ganze eingebaut aus. Das Bild zeigt auch sehr gut den Haken an der Sache: So richtig nostalgisch wirkt das ganze nicht, da der Bildschirm keinen richtigen Schwarzwert darstellt sondern hell leuchtet.

Das unschöne Leuchten zu beheben war aber recht einfach: Einfach den Rennbildschirm als Screenshot aus Cockpit XP kopieren, auf die richtige Größe des Bildschirms bringen und eine Maske ausschneiden. Das sieht dann so aus:



Und wo wir schon dabei sind. Es ist natürlich immer entscheidend wieviele Grafikkarten-Ausgänge Euer PC hat. Pro Ausgang wird ein Bildschirm unterstützt. Ich habe einen Laptop im Einsatz, der hat einen VGA Port und einen HDMI Anschluss. Zusammen mit dem Laptop Bildschirm ergibt das schonmal drei Screens auf dem Ihr unterschiedliche Bildschirme laufen lassen könnt.
Was man natürlich auch machen kann, ist das Bild einer Webcam (z:B. Nahaufnahme der Boxengasse oder Tunneldurchfahrt) auf einen weiteren Bildschirm projezieren. Falls Euch dabei die Grafikkarten-Ausgänge knapp werden, so kann man eine billige zusätzliche Grafikkarte (mit sovielen Aussgängen wie möglich  kaufen) oder im Fall meines Laptops eine USB Grafikkarte.




Donnerstag, 1. Februar 2018

Dunlop Turm reloaded - von Tonpapier zur elektronischen Anzeigetafel, Schriftzug, Beleuchtung

Liebe Slotfreunde,

nachdem ich mir meinen alten Post zum Dunlop Turm durchgelesen habe, stelle ich fest, dass ich zwischenzeitlich doch einiges verändert habe.

Zuallererst möchte ich aber sagen, dass es mittlerweile eine Plastikausführung des Dunlop Turms in 1:32 bzw. 1:24 gibt. Leider habe ich das gute Stück nur auf Fotos gesehen. Macht aber eine sehr, sehr schicken Eindruck und ist definitiv eine professionelle Alternative zur klassischen Carrera4fun Vorlage.
Leider gibt es den Turm nicht in irgendwelchen Shops, er taucht ab und zu bei ebay auf bzw. bei Rennbahn Benzerath im Shop. Zudem kostet er 149 Euro und ich kann nicht sagen, ob er in 1:32 (ebay Anzeige des Turms) oder 1:24 (Benzerath Shop) gehalten ist. Versuch ich mal rauszubekommen und informiere dann hier. Zu den ganzen Bauanleitungen im Netz empfehle ich 2 links, die die Papiervariante beinhalten und einen Freeslotter Versuch mit Sperrholz. Plexiglas.

Wenn ich nochmal einen Dunlop Turm selber baue würde ich folgendes machen.

1. Papiergebäude von carrera4fun als Vorlage. Aber Achtung: Ich habe den Turm etwas vergrößert, da mir die 4fun Variante zu klein erschien. Da es keinerlei Angaben im Netz zur Höhe des Turms gibt, aus dem man zumindest etwas ableiten könnte, muss jeder selber entscheiden, wie groß er den Turm haben möchte. Dieser Arbeitsschritt war bei mir der Aufwendigste. Wenn man das einmal geschafft hat, hat meine eine perfekte Bastelvorlage um den Turm aus Papier, Polystyrol, Depron oder Dicker Pappe nachzubauen.

2. Ursprünglich habe ich den ganzen Turm aus dicker Pappe (Tonpapier) gewerkelt. Über die Jahre habe ich einzelne Elemente des Turms nach und nach ersetzt.

  • Den Sockel des Turms und die Treppenstufen habe ich mittlerweile aus Depron, da mir die Papierausführung über die Jahre kaputt gegangen ist und gerade der Sockel etwas Stabiler sein sollte. Am eleganstesten und saubersten wäre mit Sicherheit eine Lösung aus Sperrholz oder Hartschaum, Kunststoff PVC Platten (es gibt 1000 Bezeichnungen, einfach bei Hornbach - Obi und Co in der Bastelabteilung nach den farbigen Modellbauplatten gucken. Wichtig, dass man diese mit einem Cutter Messer schneiden kann. Den selbstgebastelten Sockel würde ich dann cremeweiß bemalten und ein bisschen altern lassen.
  • Das Mittelteil, die Anzeigetafel - hier habe ich folgendes gemacht. Den Papierbogen als Vorlage genommen und aus schwarzer, dicker Tonpappe die Wände ausgeschnitten. Hält bisher einwandfrei, wer allerdings eine elektronische Anzeigetafel haben möchte, wird auch hier nicht um basteln herumkommen.
  • Die oberen beiden Etagen mit den Fenster. Das Bauteil, welches auf jeden Fall nicht aus Papier gemacht werden sollte. Ich wurschtel mangels Zeit immer noch mit einer 1000mal geflickten und zerbeulten Lösung herum. Empfehlung: 
    • a) Die gesamte obere Etage als ganze aus durchsichtigem Acrylglas nachbauen (Papiervorlage zum Ausschneiden verwenden). Dabei die Dicke des Acrylglases beachten. Anschließend die Papiervorlage aufkleben.
    • b) Nur die Fenster und notwendigen Kleberand/ Stabilisierung aus Acrylglas schneiden und mit der Pappvariante verkleben.
    • Aus dünnem Sperrholz / Modellbauplatte die Wände ausschneiden und die Acrylglasplatten als Fenster von innen ankleben. Mit Sicherheit die optisch schönste und stabilste Variante.
  • Die Böden. auch hier muss man basteln um die Etage sauber zu verbinden. Ich würde folgendes machen. Die 4fun Vorlage nehmen um die genau die Höhe/Lage der Zwischendecke zu ermitteln. Anschließend aus Sperrholz die beiden Bodenplatten ausschneiden. (für jede Fensteretage eine). An der Innenseite des Turms, an jeder der drei Wände, kleine Holzleisten ankleben (Raketenstöcke). Die Bodenplatten einfach drauflegen. Das hat den Vorteil, dass: Die Bodenplatte jederzeit entnommen werden kann, um Löcher für die Elektrik zu bohren, Figuren aufzukleben, im obersten Teil die Sitzbank zu gestalten etc.

4. Dach und Beleuchtung: 
  • Das Dach: Auch dieses habe ich zwischenzeitlich aus einer Modellbauplatte geschnittsten und einfach auf den Turm aufgelegt.
  • unter das Dach des Turms habe ich einige Strahler montiert die in der Dunlop-Kurve für die Beleuchtung sorgen. 
  • In den oberen beiden Etagen sorgen jeweils 3 LEDs auf Klebepads für stimmungsvolle Beleuchtung.



5. Werbeschild Dunlop auf dem Dach: Meine letzte Ergänzung, verleiht dem Turm Würde und Modellbaucharakter :-) : Passender Dunlopschriftzug aus dem Internet, entsprechend skalieren, auf 3-6 milimeter Depron kleben und exakt mit Cuttermesser ausschneiden. Sauarbeit, aber lohnt sich weil geil aussieht!

6. Elektronische Anzeigetafel: Leider bin ich noch nicht dazu gekommen aber folgende Idee reift bei mir. Die ursprünglich Anzeigetafelausschneiden und einen passenden Bildschirm anbringen. Den Bildschirm einfach an die Zeitmessung des PCs ran und als zusätzlichen Monitor in Slotraser oder Cockpit XP einbinden. Melde mich, wenn ich da eine Lösung habe. Problem ist, so einen kleinen Bildschirm zu bekommen, den ich an den PC anschließen kann. 

Donnerstag, 25. Januar 2018

Tribüne für die Slotcar Bahn selber gebaut- es muss nicht immer Carrera sein

Modellbauer,

ich wollte schon immer eine schöne Tribüne für meine Autorennbahn haben.
Anfangs hatte ich wie so viele die guten alten Carrera Tribünen aus den 70ern. Aber ich wollte mehr, die Herpa Tribünen bspw. waren schon eher mein Geschmack, allerdings in akzeptablen und bezahlbaren Zustand kaum zu erhalten.

Da viel mir ein, dass ich noch einen alte, selbstgebaute Tribüne von meiner Carrera Universal Bahn hatte. Diese habe ich Zug um Zug in den letzten Monaten erweitert und so sieht das Endergebnis der Rückseite aus. Von der Breite passte sie optimal über meine Bahn, so dass ich platzsparend die Tribüne über zwei Geraden legen konnte:

Tribüne Rückseite


Aber der Reihe nach:
Ursprungsmodell war dieses Exemplar. Die darunterliegende Boxengasse mit Garagen benötigte ich nicht mehr. und habe nur die Tribüne als Grundlage genommen.

Ursprungsmodell

Was wurde alles ergänzt:

Von der Form orientierte ich mich an den alten Herpa Tribüne. Ich wollte unbedingt ein geschwungenes Dach haben. Die Seitenteil wurden aus Möbelrückwänden geschnitten und einfach an die Seiten der Tribüne geklebt. Als Dach habe ich graue Wellpappe genommen, meines Erachtens das beste Material um Rennbahnfeeling der 60er/70er Jahre zu erzeugen.


Mir fiel auf, dass ich mit dem Geländer der Tribüne ( Ursprünglich aus Schweißerdraht gebogen) nicht zufrieden war. Also bastelte ich mir aus Kaminhölzern/ Zahnstochern /Weißleim und weißer Farbe einige schöne Absperrungen.
Nach gleicher Technik fertigte ich mir den Fensterrahmen an.Die Treppe als Aufgang bastelte ich auch Papier und Depron. Die klaffende Lücke zwischen den Tribünen füllte ich mit Papierstufen aus.
Die Rückwand der Tribüne wurde mit Depron erstellt. Dazu kam noch eine Beleuchtung unterhalb des Dachs.

Ca. 30 Arbeitsstunden benötigte ich für die Ergänzung. Einen genauen Plan hatte ich nicht, sondern hab einfach immer weiter drauflos gebaut.

Ich habe mittlerweile schon viele Modelle aus Papier, Holz und Depron gebaut. Mit der Zeit bekommt man ein gutes Gefühl für den Maßstab, so dass ich mittlerweile fast blind drauflosbauen kann. Eine 1:32 Figur unterstützt ganz gut bei der Bemessung der Bauteile.

Ich werde einfach in loser Folge meine weiteren Bauwerke vorstellen, vlt. regt es den ein oder andern zum Nachbau an.

Vielleicht noch ein Wort zur Ausführungsqualität. Meine Devise ist quick& dirty. Das bedeutet, dass nicht alle Hölzer geschliffen, nicht jedes Depronbauteil geschmirgelt und punktgenau angemalt. Nicht jeder rechte Winkel tatsächlich 90 Grad besitzt und jede Klebestelle für die Ewigkeit ist.
Natürlich würde ich lieber viel sauberer und genauer bauen....aber: Ich benötige so höchstens 1/3 der Zeit als wenn ich alles exakt und sauber arbeiten würde. Dazu ist die Zerstörungsgefahr durch herumirrende Tsunami Kinderhände einfach zu groß. Zudem werde ich immer altersichtiger und kann auf 30 cm eh kaum noch Details erkennen. Ein geübtes Modellbauadlerauge wird sich bei manchen Dingen mit Grusel abwenden aber das ist hier nicht das Thema. Denn ich bin von meinem Bauprinzip (=Materialmix aus Holz, Depron, Papier/PAppe) total überzeugt und kann jedem nur dazu raten. Die ganzen tollen Papiermodelle aus dem Internet kann man wunderbar mit 3mm, 5mm oder 10mm Depron nachbauen!



Dienstag, 18. Juli 2017

Bahnvorstellung

Schlitzpistenfreunde!

Nach einem langen Winter ist meine Bahn endlich fertig. Und da Bilder mehr sagen als Worte, hier ein paar Impressionen.





Hier die Bahn in Ihrer ganzen Pracht.  Plattenmaße 4,80 lang, linke Seite 180, rechte Seite 120.
Die Bahn besteht aus drei Teilen, die zusammengeschoben werden können. Ein schmaller mittler Teil (120 x 60) und die beiden Kurven links und rechts.

Die Haarnadelkurve, die mit Kurve 2 beginnt, sich zu Kurve 1 zusammenzieht und dann wieder in Kurve 2 öffnet. Deko von alten Herpa Gebäuderesten. Begrasung und Bemoosung inklusive


Ausfahrt der Kurve, hier sieht man schön die Begrasung bis zum Straßenrand, die Leitplanke aus Plastikstreifen, und Fangzaun aus Holz/ Plastikfliegengitter.

Kurz vor der Unterführung habe ich die Control Unit verbaut. Man sieht den App Connect Dongle und den Funkempfänger für die Handregler. Auch sehr schön zu sehen, die Styrodurmauer.






Hier die Boxenausfahrt. Dort erkennt Ihr Stellem, wo die beiden Platten aneinanderstoßen. Ich habe derzeit noch keine zweite Einspeisung verlegt, das ist bei diesen Maßen noch nicht unbedingt nötig. Allerdings merkt man schon einen kleinen Geschwindigkeitsunterschied im entfernteren Bereich.


Die erste Weiche auf der Start Zielgeraden. Ich habe auf der Strecke nur 2 Weichen eingebaut, die es ermöglich vor der jeweiligen Kurve auf die Außenbahn zu wechseln. Mit gedrückter Weichentaste fährt man quasi immer Ideallinie allerdings kann man trotzdem auch innen überholen. Oder halt beim Tankstop, das digitale System kann hier wunderbar eingesetzt werden.

Die Durchfahrt unter der Zuschauertribüne. Ich habe noch ca 120 Zuschauer, die ich aber noch nicht aufgeklebt habe. Ich suche noch nach einer Möglichkeit, die Figürchen nicht dauerhaft mit der Tribüne zu verheiraten.

Von oben mit Treppenausgang, links und rechts die beiden Flutlichtmasten.

Die große Dunlopkurve. Der Turm ist von Carrera4fun, allerdings mit diversen Pimp und Pomp (Figuren eingeklebt, Beleuchtung, Dach aus Modellbauplastik, Fuß aus Depron etc.). Der Fangzaun fängt nichts und müsste mal wieder angeklebt werden. Aufbau des Geländes: erst die Fahrbahn verlegt mit Holzklötzchen als Auffahrt etc. und anschließend mit Depron verkleidet. Darauf eine kleine Gipsmischung und mit Abtönfarbe bemalt.

Der Turm von carrera4fun. Das gute Stück ist mittlerweile 14 Jahre alt, wurde schon dutzende Male umgebaut und ich liebe ihn nach wie vor !

Die Felsgestaltung: Die gesamt linke Platte war ursprünglich eine Panzerplatte für Panzermodelle 1:43. Da hatte ich den gesamten linken Bereich aus Styropor modelliert. Styropor habe ich mit Heißluftfön in Form gebracht und auch hier wieder mit Gipsmischung und Abtönfarbe veredelt. Die Beleuchtungskabel habe ich einfach mit U-Nägeln im Styropor versenkt. An einer Stelle musste ich die Randstreifen unters Styropor versenken und ein paar Reifenstapel aufbauen (die öfter mal genutzt werden).

Hier wollte/möchte ich einen kleinen Wald basteln. Kleine Sträucher von der Heide, unten mit Krepp umwickelt warten noch auf Bemalung und Beflockung mit Filter-Flies und Modellbau- Blättern. Man sieht ganz gut die Unterführung und wie es hinter den Kulissen aussieht.

Die Kurve in Ihrer ganzen Pracht, bitte nicht am Kellergerümpel stören. Ist sonst immer aufgeräumt :-)


Apropos aufräumen... Aber es ist gut zu erkennen, dass die Platte einfach auf 4 Euro Böcken aus dem Baumarkt ruht. 


Fragen gerne in den Kommentaren!

Dienstag, 15. November 2016

Gebäude und Mauern aus Depron, Styrodur - oder Polystyrolschaum, Trittschalldämmung im Modellbau

Freunde des Slotracings,

für meine Bahn suchte ich eine Möglichkeit, die Auffahrten und Brücken mit Mauerplatten zu verschönern und das ein oder andere Papiergebäude zu pimpen. Bei der üblichen Recherche im Netz stieß ich zwar auf wunderschönes - dafür aber sauteures Eisenbahnzubehör.

Dann endlich der entscheidende Fund. Die Tabletop-Szene bastelt ihre Gelände/ Gebäude mit einem wunderbaren Werkstoff, der zudem zu Spotpreisen zu bekommen ist: Depron. Ich verwende im Folgenden den Markennamen "Depron", es gibt ihn aber auch unter anderen Namen. Zum Einsatz kommt der Werkstoff aber nicht nur bei den Tabletop Spielern sondern auch bei den Flugzeug-Modellbauern, den Architekten, Fassadendämmern und und und.

Ich habe mir im Internet bei einer der gängigen Quellen ca. 6 m2 in verschiedenen Stärken 9mm, 6mm, 3mm bestellt. Meine Anwendungsgebiete:

I Schienen einlassen: Mit den 9mm Platten kann man prima die gesamte Bahn verkleiden. Das Zeugs ist stabil genug, dass darauf noch Gebäude passen, Büsche gepflanzt werden können etc. Zudem kann man einfach mit dem Heißluftfön ein paar Dellen einschmoren um Gelände zu erzeugen.

II Papiergebäude verstärken: Mit den 3mm Platten habe ich meinen Carrera4fun Dunlop Tower gepimpt. Die Stabilitäts des Sockels ließ nach und so habe ich einfach auf die bestehenden Seitenteile aus Papier 3mm Depron mit Holzleim geklebt und die Stoßseiten mit Uhu Por bombenhart befestigt.

III Mauern: Schwerpunkt dieses Beitrags: Ich zeige Euch, wie man blitzschnell ohne viel Aufwände eine ganze Mauern zum absoluten Spotpreis herstellen kann. Wie gehe ich also vor.

Schritt 1: Man findet die passenden Maße für die Mauer heraus.

Schritt 2: Mittels Skalpell/ Bastelmesser der Wahl schneidet man die Grundform der Mauer aus dem 6mm dicken Styrodur aus. 9mm sind für meine Zwecke (= runde Mauer) zu unflexibel, 3mm zu dünn (sollten es aber auch tun, wenn nix anderes da ist).

Schritt 3: Mittels Skalpell/ Bastelmesser der Wahl ritze ich an einem Stahllineal die Mauer waagerecht vor. Achtung, nicht zu tief einschneiden.









Schritt 4: Mit einem Schaschlikstab aus Holz, Kugelschreiber etc. ziehe ich die waagerechten, vorgeschlitzten Mauerfugen tiefer. Die waagerechten Fugen platziere ich anschließend per Hand.Wenn die Mauer auch auf der anderen Seite zu sehen ist, das gleiche für die andere Seite durchführen und natürlich auch von oben den Querschnitt bearbeiten.



Schritt 5: Bemalung. Das Internet wirft ein ganz Dutzend an Maltechniken aus. Meistens wird ein 3-4 Schritt Verfahren verwendet. D.h. Grundieren mit dunkler Farbe, Mauerfugen  mit weißer Farbe und anschließend 2 mal Trockenbürsten mit Farbton der Wahl. Ich bevorzuge eine wesentlich schnellere Methode, die in einem Arbeitsgang brauchbare Ergebnisse liefert:
Der abschließende Farbton der Wahl - in meinem Wahl ein dunkelgrau - wird direkt mittels Trockenbürsten Technik aufgetragen.

 Die Fugen bleiben einfach Depron Weiß. Das Ergebnis reicht mir völlig aus. Beim Trockenbürsten nehme ich nur wenig Farbe an den Pinsel und streiche diese vorher auch an einem Stück Pappe ab. Nimmt man zuviel, besteht die Gefahr, dass die weißen Fugen übermalt werden. Mit dem Pinsel einfach leicht über die eingeritzten Depron Stücke malen. Mit der Zeit hat man den Bogen raus.



Schritt 6: Anschließend die Mauern an den Schienen befestigen. Hier sollte man Uhu Por verwenden. Der Klebstoff wird doppelseitig aufgetragen und nach 10 min zusammengepresst. Er kann nicht mehr korrigiert werden, also aufpassen.  Ich habe diese Methode für die kurvigen Auffahrten gewählt, da die Mauer noch gebogen werden muss. Bei geraden Auffahrten tuts auch ein Stück doppelseitiges Klebeband.


Zusammenfassend kann man sagen, dass ich das Zeugs liebe! Es ist kein Baustoff für die Ewigkeit aber er kann sehr leicht geschnitten, bemalt und geklebt werden, zudem kann er geschmolzen werden um bspw. mit einem Styroporschneider charakteristische Felsen zu erzeugen.


Sonntag, 5. Februar 2012

Pimp your Dunlop Tower - Dunlop Turm mal anders

Update 2018: Ein paar Ergänzungen zu untenstehendem Beitrag findet Ihr hier.

Carreraristi!


Ich hatte heute Langeweile und betrachtete meinen Dunlop Turm, den ich vor Jahren mal bei Carrera4fun.de heruntergeladen hatte und zusammengebastelt hatte. Mir war nach Veränderungen. Da das gute Stück die Lagerung nicht besonders gut überlebt hatte, m
usste ich die obere Etage renovieren.

1. Eckenverstärkung an den Fenstern:
Zahnstocher - Damit habe ich das gut Stück wieder gerade bekommen.



2. Ein neues Dach
Das Dach war jedoch in einem erbärmlichen Zustand und musste erneuert werden. Also nahm ich etwas Modellbauplastik und fertige das Dach neu an. Druckte mir das schöne Bordeauxrot auf Fotopapier und fixierte es mittels doppelseitigem Klebeband auf dem Dach. Nachdem ich diese Stabile Konstruktion fertig gestellt hatte, kam mir die Idee ein paar Scheinwerfer an das gute Stück zu basteln.





3. Beleuchtung
Also flugs jeweils 3 Scheinwerfer auf jeder Seite angebracht und die Verkabelung durch den Turm gelegt.

4. Treppenaufgang
Auf den Originalfotos sieht der Eingang zum Turm etwas anders aus. Also hab ich aus einer CD Hülle die fehlende Plattform geschnipselt und mit Treppengeländern aus Zahnstochern bestückt.

5. Mauerwerk
Da der Turm mir untenrum zu Papiermäßig vorkam hab ich mir aus dem Netz eine passendes Stück Mauerwerk runtergeladen...voila :-)



6. Integrierter Wireless Empfänger
Hab einen Wireless Tower geopfert und den Infrarot Empfänger in den Turm gebastelt. Ein paar Pappkameraden drumherum (abfotografierte Original Figuren auf Fotopapier) und schon hat der Dunlop Turm seine Berechtigung als Control Tower erreicht.


Und so sieht das ganze dann in Vollendung aus :-)



So ganz zufrieden bin ich natürlich noch nicht. Am liebsten hätte ich den Turm komplett in Plastik, aber das zu realisieren hebe ich mir für Rentenalter auf, wird wohl zeitaufwendiger :-)

Slot on,
Schlitzpiste